Der Flipper One wurde soeben von Flipper Devices vorgestellt und verspricht, die Grenzen des Raspberry Pi zu überwinden. Dieser Mini-PC mit Linux basiert auf einer offenen Plattform und fortschrittlicher Modularität. ZDNet hebt eine wichtige Innovation des Flipper One hervor, die für anspruchsvolle Nutzer bahnbrechend sein dürfte.
Flipper One: ein Mini-Linux-PC, der den Raspberry Pi übertreffen soll.
Der Flipper One ist nicht einfach nur der Nachfolger des Flipper Zero, sondern eine vollwertige Linux-Plattform mit umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten. Sein RK3576-Octa-Core-Chipsatz mit 2,2 GHz Taktfrequenz, kombiniert mit der Mali-G52-GPU und einer NPU mit 6 TOPS, bietet beeindruckende Leistung im Taschenformat.
Diese Leistungsfähigkeit ermöglicht die Ausführung einer Vielzahl von Anwendungen, von ethischem Hacking bis hin zur Netzwerkanalyse, einschließlich Offline-KI-Projekten. Und das alles ohne proprietäre Komponenten oder undurchsichtige Binärdateien – eine Seltenheit und ein großer Vorteil in der Linux-Welt.
Neben dieser Hochleistungsmaschine übernimmt ein Raspberry Pi RP2350 Dual-Core-Mikrocontroller grundlegende Aufgaben wie die Anzeige und die Bedienung von Tasten, wodurch Energie gespart wird.
Hochmodulare Ausrüstung, geeignet für Profis und Heimwerker.
Das Flipper One verfügt über einen 1,4-Zoll-Bildschirm, ein Touchpad, ein 5-Tasten-Steuerkreuz und einen vielseitigen M.2-Steckplatz. Dieser Steckplatz ermöglicht den Einbau von SSDs, Mobilfunk- oder Satellitenmodems und sogar SDR-Modulen.
Die Wi-Fi-6E-Unterstützung wird durch den MediaTek MT7921AUN-Chip gewährleistet, der von Sicherheitsexperten aufgrund seiner fortschrittlichen Funktionen wie Monitor-Modus und Paket-Injektion geschätzt wird. Zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse vervollständigen die Anschlussmöglichkeiten, ergänzt durch einen 5-Gbit/s-Anschluss via USB-C.
Es handelt sich um eine echte tragbare Workstation, die in vielen Anwendungsbereichen einen klassischen Raspberry Pi ersetzen kann.
Die Raspberry-Pi-Beschränkung: Der Albtraum der microSD-Karte
Nichts Neues unter der Sonne: Beim Raspberry Pi muss die microSD-Karte oft neu geflasht werden, wenn man die Nutzung ändert, sei es zum Testen einer neuen Distribution, zum Ändern einer Konfiguration oder zum Wechsel zwischen verschiedenen Projekten.
Dies behindert schnelles Experimentieren und ist mühsam für diejenigen, die mehrere Profile verwalten. Diese Einschränkung ist besonders ärgerlich für professionelle Anwender oder Vielnutzer, deren Zeit kostbar ist.
ZDNET hebt diese wiederkehrende Aufgabe als einen wunden Punkt hervor, den die Entwickler des Flipper One direkt angegangen sind.
Flipper OS und FlipCTL: Die duale Lösung für flexibles Profilmanagement
Der Flipper One beinhaltet Flipper OS, ein System, mit dem Sie mehrere Profile mit jeweils eigenen Paketen und Einstellungen ausführen können. Sie können diese Profile starten, klonen oder löschen, ohne etwas neu installieren zu müssen.
Es ist vergleichbar mit der Verwaltung mehrerer virtueller Maschinen, nur eingebettet und auf einem einzigen Gerät. Dadurch wird das Problem der Mehrfachnutzung gelöst, ohne dass die Image-Dateien auf einer microSD-Karte mühsam verteilt werden müssen.
FlipCTL optimiert die Unterstützung für sehr kleine Bildschirme. Dieses ressourcenschonende System ermöglicht die direkte Nutzung klassischer Linux-Tools über den integrierten Bildschirm und ein Steuerkreuz, ohne die vollständige Linux-Oberfläche aufrufen zu müssen.
Ein Aufruf an die Community, diese Cyberdeck-Plattform zu verbessern.
Flipper Devices lädt die Community ein, zur Finalisierung verschiedener technischer Aspekte beizutragen. Zu den Projekten gehören die vollständige NPU-Unterstützung durch den Linux-Kernel und die erweiterte Profilverwaltung in Flipper OS.
Die Flipper Zero-Community ist bereits sehr aktiv, viele Entwickler erstellen eigene Firmware und Module. Dieser Pool an Talenten dürfte dazu beitragen, den Flipper One in eine vielseitige und robuste Plattform zu verwandeln.
Diese offene Zusammenarbeit erinnert an Projekte rund um den Raspberry Pi, verfolgt aber das Ziel, ein wirklich kompaktes und leistungsstarkes Cyberdeck auszustatten.
Die konkreten Vorteile des Flipper One im Vergleich zum Raspberry Pi
- Integrierte Multiprozessoren : ein RK3576 SoC für die Linux-Leistung und ein RP2350 Mikrocontroller für einfache Aufgaben.
- Multiprofil-Management mit Flipper OS, um ein ständiges Flashen der microSD-Karten zu vermeiden.
- Integrierter Bildschirm und angepasste Schnittstelle Dank FlipCTL gehören Probleme auf kleinen Bildschirmen der Vergangenheit an.
- Erweiterte Konnektivität mit Gigabit-Ethernet, USB-C 5 Gbit/s und Wi-Fi 6E unter nativem Linux.
- M.2 Modularität für SSDs, Modems und diverse Erweiterungen.
Letztendlich zielt diese Plattform darauf ab, anspruchsvollen Bastlern und Profis ein reibungsloses Erlebnis zu bieten, ohne die mit dem Raspberry Pi verbundenen Unannehmlichkeiten.
Für alle, die tiefer in die Materie einsteigen möchten, stehen ein vollständiges technisches Datenblatt und eine Analyse der Überraschungen des Projekts zur Verfügung auf IT-Connect und ein detaillierter Fokus auf die Eigenschaften des Flipper One, der bei Ikkaro.
Was unterscheidet den Flipper One vom Flipper Zero?
Der Flipper One ist ein vollständiger Linux-Mini-PC mit einem leistungsstarken SoC, erweiterter Modularität über M.2 und besserer Konnektivität, im Gegensatz zum auf Funkgeräte-Hacking ausgerichteten Flipper Zero.
Wie löst der Flipper One das microSD-Kartenproblem?
Dank Flipper OS können mehrere konfigurierbare Profile verwaltet werden, ohne dass die microSD-Karte jedes Mal neu geflasht werden muss, wenn sich die Nutzung ändert.
Kann der Flipper One auch ohne Linux verwendet werden?
Ja, der integrierte RP2350-Mikrocontroller ermöglicht den Betrieb der Basisfunktionen des Geräts, ohne dass das Linux-System aktiviert werden muss, wodurch der Energieverbrauch optimiert wird.
Welche Modultypen können über den M.2-Steckplatz hinzugefügt werden?
Der M.2-Steckplatz unterstützt NVMe/SATA-SSDs, Mobilfunk- oder Satellitenmodems sowie SDR-Module und KI-Beschleuniger.
Ist der Flipper One für Profis geeignet?
Ja, seine Leistungsfähigkeit, Modularität und das fortschrittliche Profilmanagement machen es zu einem idealen Werkzeug für Experten in den Bereichen Netzwerktechnik, Sicherheit und fortgeschrittenes Tüfteln.
Quelle: www.zdnet.fr